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CHANCENGLEICHHEITSPREIS

"Die beiden Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft verleihen den diesjährigen Chancengleichheitspreis beider Basel an die F. Hoffmann- La Roche AG für ihr Projekt "Familienergänzende Kinderbetreuung" und an das Männerbüro der Region Basel. ... Das Männerbüro der Region Basel zeichnet sich vor allem durch seinen innovativen Ansatz aus: Männer beraten Männer, die Gewalt ausüben; Männer betreiben Präventionsarbeit, um männliche Gewalt zu bekämpfen. Das Männerbüro kann wohl nur eine kleine Lücke schliessen, es bietet aber eine unentbehrliche Dienstleistung an. Die aufwändigen Beratungen werden seit Jahren vom Beraterteam und den Vor- standsmitgliedern ehrenamtlich geleistet."

(aus: Medienmitteilung des Regierungsrat Basel vom 26. September 2000)

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Auf soziale Unsicherheit, Arbeitsplatzverlust und familiäre Destabilisierungen reagieren Männer oft kommunikations- und handlungsohnmächtig. Angedrohte oder angewandte Gewaltätigkeit im sozialen Nahraum ist eine nicht akzeptable Ausdrucksform davon. Das Männerbüro Region Basel nimmt sich diesen Problematiken seit 1995 an. Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums wurden Vereinsmitglieder und themenverwandte Fachstellen über den Ausbau der Beratungsstelle informiert.

Als sich im Juni 1995 eine fünfköpfige Initiativgruppe die ehrenamtliche Beratungsstelle Männer-büro Region Basel ins Leben rief, war ‚Gewaltigkeit im sozialen Nahraum’ zwar weit verbreitet, jedoch von Männerseite her wenig thematisiert. Seither haben private und politische Initiativen zahlreiche Anlaufstellen (Halt-Gewalt Projekte) und verbesserte behördliche und polizeiliche Re-aktionen gebracht. Im gleichen Zeitraum hat jedoch auch die männliche Verunsicherung in Ar-beitswelt und Familie eher zugenommen: Arbeitsplatzbedrohungen und eine markant gestiegene Scheidungsrate bringen viele Männer an – und manchmal auch über – die Grenzen ihrer Hand-lungs- und Kommunikationskompetenz. Nach der Entgegennahme des Chancengleichheitsprei-ses beider Basel im Jahr 2000 hat der Vorstand des Männerbüros Region Basel diese neuen Bedürfnisse auf Männerseite erkannt und evaluiert. Für Daniel Stäheli, Vizepräsident und Koor-dinator des ehrenamtlichen Beraterteams, bestätigte sich eindeutig die Notwendigkeit einer Be-ratungsstelle von Mann zu Mann: „Nicht überraschend war, dass Zielgruppen und Beratung-sthemen auf die neuen sozialen Gegebenheiten anzupassen sind“.

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